Historischer Abriss über die Verwendung von Alu-Felgen im Motorsport. Alu-Felgen gäbe es heutzutage vermutlich nicht, wenn es keinen Motorsport gäbe. Ursprünglich wurden sie nämlich lediglich für den Einsatz im Motorsport konzipiert. Im Motorsport kommt es so sehr auf jedes Gramm Gewicht an, dass viele Rennfahrer vor ihren Renneinsätzen Abführmittel schlucken, um ihren Körper die entscheidenden Gramm leichter zu machen. Selbstverständlich wurden deswegen auch die Felgen im Hinblick auf mögliche Gewichtsoptimierung geprüft. Ein genaues Datum lässt sich im Nachhinein nicht feststellen, aber bereits in den 50er-Jahren wurden in der Formel 1, der höchsten Motorsportserie weltweit, Alu-Felgen eingesetzt. Sie lösten innerhalb weniger Jahre die Verwendung von Stahlfelgen im Motorsport fast vollständig ab. Dies gab letztendlich auch den Anstoß für Automobilhersteller, Alu-Felgen als Sonderausstattung oder als Tuningmaßnahme für herkömmliche Straßenfahrzeuge anzubieten.

Vorteile von Alu-Felgen im Motorsport

Gerade im Motorsport spielen die Alu-Felgen ihre Vorteile voll aus: Währenddessen ein herkömmlicher Autofahrer kaum feststellen dürfte, ob seine Felgen einige Kilogramm leichter oder schwerer sind, kann ein professioneller Motorsportler bereits Unterschiede von einigen hundert Gramm feststellen und diese zur Optimierung seiner Rundenzeit nutzen. Außerdem wirkt sich weniger Gewicht günstig auf den Verbrauch der Sportwagen aus, was vor allem bei Langstreckenrennen eine entscheidende Rolle spielt.

Momentane Entwicklung der Leichtmetallfelgen im Motorsport

Momentan läuft im Motorsport jedoch eine Entwicklung, die das Ende der Alu-Felge besiegeln könnte: Angeregt durch den Einsatz in der Formel 1 werden in immer mehr Rennserien sogenannte Magnesium-Felgen eingesetzt, die nochmals deutlich leichter, jedoch auch teurer als Alu-Felgen sind.